In der Zeit vom 14. bis 19. April 2013 fuhr ich mehrere Male zu den Moorfröschen, die gerade in der Paarungszeit waren. So zog es mich, ebenso wie auch andere Fotografen, zu einem Gewässer in Brandenburg, an dem für uns optimale Bedingungen herrschten. Das Licht färbt auf der einen Seite des Teiches das Wasser wunderschön gelb-orange, während man auf der anderen Seite dort nachmittags spannende Gegenlichtverhältnisse vorfinden kann.
Gesagt getan, so fand ich mich also schon bald in recht nassen Klamotten auf teilweise schlammigem Untergrund wieder, auf Augenhöhe mit den blauen Gesellen.
Diese kamen manchmal interessiert näher und inspizierten die Kamera, vielleicht aber auch uns. Musste ja auch spannend sein, wie diese riesigen Gestalten vor ihnen liegend ständig klickende Geräusche von sich gaben.
Die Geräuschkulisse, die sich mir dort bot, war sehr beeindruckend, das knurrende Glucksen der Frösche war weithin zu hören.
Immer wieder boten sich interessante neue Szenen, besonders dann, wenn sich die Moorfrosch-Männchen praktisch um die Weibchen prügelten. Oft kam es dabei dazu, dass weibliche Tiere recht lange unter Wasser gedrückt oder im Eifer des Gefechtes sogar einmal verkehrt herum umklammert wurden.
Bevor ich mich zur anderen Seite des Gewässers aufmachte, versuchte ich, die schöne Blaufärbung der Männchen (welche in ihrer Intensität stark variierte) in Kombination mit dem angestrahlten Wasser festzuhalten.
Als sich der Abend näherte, ging ich zur anderen Seite, um mich dort an Gegenlichtsituationen zu versuchen. Die Stimmungen wechselten sehr schnell und man musste ordentlich in Bewegung bleiben, um auch genau die erwünschte Flare-Komposition zu erlangen, die man sich im Geiste vorgestellt hatte.
Durch das am Ufer befindliche Schilf und die vielen Binsen ergaben sich teilweise wunderschöne Spiegelungen auf der Wasseroberfläche, die ich versuchte, als Lebensraumdarstellung mit einzubeziehen.
Das letzte Licht, welches auf die Wasseroberfläche traf, nutzte ich dann noch aus, um einige Aufnahmen mit vielen goldenen Flares und Silhouetten zu gestalten.
Mit einem letzten Quaken im Ohr verabschiedete ich mich, durchnässt und mit Schlamm bedeckt, von diesen wunderschönen und interessanten Amphibien, die sich nur für diese kurze Zeit im Jahr so wunderschön verfärben. Also dann, hoffentlich bis nächstes Jahr!
Weitere kurze Stories zu meinen Fototouren findet man auf meiner Facebook-Seite